Aus den Kernen des westafrikanischen Karitébaums kann Karitébutter (eng: Sheabutter) produziert werden. Bei der Initiative um Karité Solaire wird der holzverschwendende, traditionelle Produktionsablauf durch den Einsatz von Solarkochern angepasst. Durch den Verzicht auf Feuerholz erzielen wir bei dem biologischen Verfahren beste Testwerte für die Reinheit und Qualität der Karitébutter.
Der Ursprung des Projektes führt bis ins Jahr 2001 zurück. Damals wohnten die freiwilligen Dienstleistenden für SEWA eng mit einer burkinischen Familie auf einem Hof Ouagadougous zusammen. Als Dank für die Gastfreundschaft und den jahrelangen freundschaftlichen Kontakt haben die Zivildienstleistenden Anfang 2001 Geld für einen Papillon-Solarkocher gesammelt und diesen der Familie geschenkt. Seit diesem Zeitpunkt kocht die Familie regelmäßig ihre Mahlzeiten mit der Kraft der Sonne, oder erwärmt Wasser für die tägliche Körperhygiene.
Mitte 2001 geriet die Familie in eine Notsituation. Der Vater verschwand spurlos. Bis heute ist unklar, was mit ihm geschah, und wo er sich aufhält. Plötzlich war die Mutter mit ihren 4 Kindern mittellos. Für die Freiwilligen war es selbstverständlich, zu helfen. So kreierten sie ein Projekt, um die Familie wieder finanziell unabhängig zu machen. Durch Ihren Erfahrungsschatz im Umgang mit Solarkochern wurde der herkömmliche Produktionsablauf von Karitébutter aus Westafrika auf die umweltfreundliche Methode angepasst, und qualitativ hochwertige Karitébutter gewonnen.
1.Mit dem Projekt „Karité Solaire“ sollen Karitébutter produzierende Frauen von der Möglichkeit überzeugt werden, ihren traditionellen Produktionsprozess mit Holz durch den Einsatz von Solarkochern zu ersetzen. Dafür kontaktiert SEWA bestehende Assoziationen und Organisationen und bildet sie für den Einsatz aus. Es entsteht ein Art Franchising. SEWA tritt als Mittelorganisation und Qualitätswächter zwischen einem unabhängigen Hersteller und dem Absatzmarkt auf. Marketing und Verkauf bleiben demnach in der Verantwortung SEWAs, um einen sinnvolle Wiedererkennungswert zu schaffen, und das Produkt gezielt zu vertreiben.
2.Dafür kreiert SEWA ein Produkt, was in Boutiquen und Supermärkten des örtlichen Marktes, aber auch im Ausland Absatz finden soll. Die zu verkaufende Butter wird von den angeworbenen Frauenorganisationen aufgekauft, und in Eigenverantwortung abgepackt und vertrieben. Der Gewinn dieses Verkaufs fließt zurück ins Projekt.
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