Eric Laurenz

[img_assist|nid=102|title=Eric Laurenz|desc=SEWA-ADAler 2003/2004|link=node|align=left|width=479|height=640]
SEWA-Zivi, was soll man sich unter so einem Typen vorstellen? Also zumindest was den für 2003/04 angeht will ich mal versuchen einen kleinen Eindruck zu vermitteln.
Zunächst das übliche: Mein Name ist Eric Laurenz, ich bin im September ’84 in Coesfeld geboren. Das ist eine kleine Stadt im Münsterland, ganz in der Nähe meines Heimatortes Nottuln. Eine kleine Gemeinde mit kaum 20.000 Einwohnern. Hier hab ich dann auch 2003 mein Abitur gemacht.
Jetzt das Unübliche: Irgendwann in der 12. Klasse hab ich mir in den Kopf gesetzt, meinen Zivildienst, nicht wie die meisten anderen Kriegsdienstverweigerer (zu denen ich ja auch zähle), in irgendeinem Krankenhauslager abzusitzen (nichts gegen Zivildienst in Deutschland, es gibt bestimmt auch eine ganze Menge guter Stellen). Ich wollte raus. Tapetenwechsel, eine anderes Land, eine andere Sprache, andere Leute. Und, ja natürlich, ich wollte auch was erleben, ein bisschen Abenteuerlust gehört immer dazu.
Ein anderer Punkt war, dass ich das Gefühl hatte, der Welt etwas zu schulden und mit einem Jahr Arbeit in einem „Entwicklungsland“ diese Schuldigkeit ein bisschen abzugelten. Es geht uns soooo gut, wir haben Alles was wir brauchen und noch viel mehr. Auf der anderen Seite sind Milliarden die nicht das Glück hatten, mitten im modernen Europa geboren zu sein, sondern irgendwo am Ende der Welt, um den sich der Rest höchstens kümmert, wenn wieder ein Bürgerkrieg ausbricht, oder wieder ein paar tausend Kinder verhungert sind.
Burkina Faso ist zum Beispiel so ein Land. Ich kann mich da auch nicht raus nehmen, als ich auf der Suche nach einer Stelle für den Anderen Dienst im Ausland, auf die Stelle bei SEWA gestoßen bin, musste ich auch erstmal nachschlagen … Burkina Faso? Ouagadougou??
Von da an ging dann Alles ganz schnell, Bewerbung, Vorstellungsgespräch, ein paar Monate Vorbereitung und ehe man sich versieht steht man in Ouaga am Flughafen.
Das ist jetzt schon fast 8 Monate her und ich muss sagen, dass ich die Entscheidung auf keinen Fall bereue. Die Arbeit hier hat zwar nicht viel mit einem „normalen“ Zivijob zu tun, ist aber umso abwechslungsreicher und spannender. Ein bisschen stolz bin ich dabei auch. Denn wer kann schon von sich behaupten ,während seines Zivildienstes in Burkina Faso Solarakkupacks montiert zu haben oder bei der Installation von Photovoltaikanlagen in Dorfschulen mitgeholfen zu haben, um später das dankbar Lächeln des Schuldirektor beim ersten Anschalten der Lampen zu sehen? Außerdem macht die Arbeit einfach Spaß.
Und danach? Keine Ahnung! Ich werde wohl irgendwas studieren, aber ich glaube nicht daran, dass man sich über eine Entfernung von 5.000 km so was wie ein Studienplatz aussuchen sollte. Also werde ich im November erstmal ohne genaue Pläne nach Deutschland zurückkehren. Kommt Zeit kommt Rat oder die burkinische Version: ça va aller!

Noch ein paar Kleinigkeiten:
E-Mail: Jeder kann mir natürlich gerne mal schreiben. Auch wenn’s Burkina Faso ist, wir haben ganz guten Internetanschluss.
Meine Adresse: eric.laurenz AT gmx.de

Homepage: Ein guter Freund von mir hat sich die Mühe gemacht und mir und meinem Job hier eine kleine Seite gebastelt. Das Ergebnis kann unter www.burkina-burkina.de.vu begutachtet werden.


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