Sonnenenergie für Westafrika e.V.

SEWA ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Westafrika arbeitet. Verschiedene Projekte rund um Solarenergie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern realisiert und langfristig verfolgt.

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Wir finanzieren unsere Arbeit fast ausschließlich mit Spenden. Mit einer Vereinsmitgliedschaft, einer Projektkooperation oder einer Spende können Sie unsere Projektarbeit in Burkina Faso unterstützen.

Neue Solaranlagen in Satonévri

Focus e.V. Viernheim, der Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Viernheim und Satonévri in Burkina Faso, hat die Installation von Solaranlagen in den drei Grundschulen der burkinischen Kommune ermöglicht. Im Rahmen seines Engagements für Bildung hat Focus e.V. mit dem deutsch-burkinischen Verein Sonnenenergie für Westafrika (SEWA) kooperiert, um die drei Grundschulen auch am Abend zu einem Ort des Lernens zu machen.

Die Grundschulen in den drei Ortsteilen Satonévris sind stark nachgefragt. Die seit Jahren stetig steigenden Schülerzahlen belegen, dass den Menschen in Sadouin, Tonon und Névri die Bedeutung von Bildung für ihre Zukunft bewusst ist. Auch die ältere Bevölkerung würde gerne noch Lesen und Schreiben lernen. Focus e.V. unterstützt die Partnerkommune Viernheims seit 1994 unter anderem bei der Erweiterung des Bildungsangebots. Der deutsche Verein finanzierte den Bau neuer Schulgebäude und übernimmt die Kosten für Schulmaterialien und Schulspeisungen.

Eine weitere Möglichkeit, das Bildungsangebot zu erweitern, ist die Organisation von Abendkursen. Doch Satonévri liegt weit entfernt vom Stromnetz und mit Untergang der Sonne wird es sehr schnell dunkel. Nach 18 Uhr kann in den Schulen nicht mehr gearbeitet werden und nur wenige Menschen besitzen Petroleum- oder Taschenlampen.
 
Um den Menschen in Satonévri das Lernen am Abend zu ermöglichen, startete Focus e.V. ein Kooperationsprojekt mit dem deutsch-burkinischen Verein Sonnenenergie für Westafrika e.V. (SEWA), der bereits 38 Schulen in Burkina Faso mittels Solaranlagen elektrifiziert hat. Dank seiner Sponsoren konnte Focus e.V. die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 7 800 Euro finanzieren.
 
Das Projekt beinhaltet die Installation von Photovoltaikanlagen in den Schulen von Tonon und Sadouin, mit denen jeweils zwei Klassenräumen der Schule beleuchtet werden können. Zusätzlich wurden an den beiden Schulen Außenlampen angebracht, wodurch auch die Schulhöfe erhellt sind. Die Anlagen speichern die tagsüber von den Photovoltaikmodulen generierte Energie in wartungsfreien Solarbatterien, mit denen am Abend dann pro Klassenraum fünf 11W-Energiesparlampen betrieben werden können. In Névri ist bereits eine Solaranlage vorhanden, die jedoch um sechs Lampen in dem neuen Anbau der Schule erweitert wurde. Die Photovoltaikpaneele der alten Solaranlage in Névri lagen bisher auf dem Boden im Hof der Schule. Wie auch in Tonon und Sadouin wurden die wertvollen Module jetzt in einem Metallrahmen auf den Dächern der Schulen montiert und fest mit den Dachträgern verschweißt. So sind sie bestmöglich vor Diebstahl geschützt.
 

Alle technischen Aufgaben der Installationen wurden von der burkinischen Elektrofirma MicroSow übernommen, die sich auf Photovoltaikprojekte in ländlichen Gebieten spezialisiert hat. Der Verein SEWA führte Sensibilisierungen mit den Lehrern und Elternvertretern der Schulen durch, um sie in die Nutzung und Wartung der Solaranlagen einzuweisen. Außerdem wird sich SEWA für zwei Jahre um die Projektverfolgung kümmern und die Schulen regelmäßig besuchen. So soll gewährleistet werden, dass die Solaranlagen den Schulen langfristig einen Nutzen bringt.

 

 

Der Nutzen, den die Menschen in Satonévri aus der nächtlichen Beleuchtung ihrer drei Schulen ziehen, ist deutlich spürbar. In Tonon finden nun schon seit Dezember 2008 Abendkurse statt, die von ca. 50 Teilnehmern besucht werden. Doch auch viele Schüler kommen jeden Abend in die Schule um noch einmal in Ruhe für sich den Unterrichtsstoff zu wiederholen. Nicht zuletzt profitieren auch die Lehrer von den solaren Installationen, da sie nun ohne Probleme jeden Abend an ihrem Schreibtisch arbeiten und so den Unterricht besser vorbereiten können. In Sadouin erwartet der Schuldirektor Herr Paul Zida eine ähnlich starke Nachfrage nach den beleuchteten Klassenräumen: „Die Elektrifizierung wird uns wirklich sehr helfen! Wir können nun Abendkurse anbieten und die Schüler und die Lehrer können sich abends auf Prüfungen oder auf den Unterricht vorbereiten.“ Er verspricht uns, dass die Lehrer und die Elternorganisation sich gemeinsam für die Instandhaltung der Solaranlage engagieren werden.

 

Schließlich hat es auch eine große Symbolkraft für die Bedeutung von Bildung, dass nun die Schulen die einzigen Gebäude mit elektrischer Beleuchtung in Satonévri sind, denn Elektrizität wird in dem burkinischen Dorf klar mit Fortschritt assoziiert. So sind die Menschen in Satonévri auf einem guten Weg, ihre Lebensumstände durch Bildung zu verbessern – und sind dabei froh, von ihrer deutschen Partnerstadt unterstützt zu werden. 

 

BMZ stoppt Ausreise von Freiwilligen

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das für die Entsendung von Freiwilligen im Rahmen von Weltwärts zuständig ist, hat unter Verweis auf eine erhöhte Gefahrenlage vor der Bundestagswahl die Entsendung weiterer Freiwilliger in einer Reihe afrikanischer Länder überraschend ausgesetzt. Dieser Ausreisestop betrifft bedauerlicher Weise auch Burkina Faso und damit unsere beiden Freiwilligen Marco Obrecht und Stefan Haussner, die am 5. August Nils Goldbeck und Jan Sonntag in Ouagadougou hätten ablösen sollen.

Bei der Sicherheitswarnung handelt es sich um ein generell erhöhtes Risiko für Bundesbürger im Ausland, das neben Burkina Faso auch Länder wie Marokko und Ägypten betrifft. Wir nehmen die Warnungen, die sich auf Informationen des Auswärtigen Amtes stützen, sehr ernst. Unsere beiden aktuellen Dienstleistenden werden bis zu ihrer Ausreise in einigen Wochen keine weiteren Reisen in Burkina unternehmen.

Wir hoffen, dass die Lage nach der Bundestagswahl als sicherer eingeschätzt wird und die nächste Generation Freiwilliger schließlich die Arbeit aufnehmen kann.

 

Licht für die Grundschule von Saya

Das Humboldt Gymnasium Düsseldorf und die Humboldt Solar GbR spendeten grosszügig für ein Elektrifizierungsprojekt in Burkina Faso (wir berichteten). Im Juni 2009 konnte dank ihres Engagements die Grundschule des kleinen Dorfes Sayas in der Provinz Yatenga im Norden des Landes mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden.

Dazu können Sie nun hier einen kurzen Film ansehen:

 

Wir haben auch einen ausführlichen Bericht verfasst:

 

Zum Download hier klicken

 

Zusätzlich haben wir eine kleine Diashow mit Impressionen von der Elektrifizierung vorbereitet:

 

 

 

Projektreferenz: 

Die Grundschule Yagance hat eine Solaranlage bekommen

 

Der wichtigste Meilenstein des Projekts "Licht für Yagance" ist erreicht! Vor kurzem wurde in der Grundschule des Dorfes Yagance eine Solaranlage installiert. Das Besondere an diesem Elektrifizierungsprojekt ist, dass es unter anderem durch das Engagement von Inossa Guene ermöglicht wurde, der selber aus dem Dorf Yagance kommt. Heute lebt Inossa Guene mit seiner Frau Ilse Rüggenmann in Deutschland. Als die beiden vor einem Jahr von dem Verein SEWA hörten, beschlossen sie sich für eine Solaranlage in dem Heimatdorf von Inossa zu engagieren. Sie organisierten verschiedene Spendenaktionen und Partnerschaften mit der Grundschule Pfuhl und der Internationalen Schule Ulm / Neu-Ulm. So konnten sie viele Menschen dazu motivieren, das Projekt durch Spenden zu unterstützen. Nun können die Schüler und Lehrer in Yagance auch in den Abendstunden zum Lernen und Arbeiten in die Schule kommen. Die hell erleuchteten Klassenzimmer sind in der Nacht im ganzen Dorf ein sichtbares Zeichen dafür, dass Bildung den Menschen in Yagance wichtig ist. Mehr über das Projekt "Licht für Yagance" erfahren sie in dem Projektbericht:

 

 

Außerdem haben wir natürlich auch einen Kurzfilm über das Projekt erstellt, u.a. mit interesanten Aufnahmen darüber, womit sich burkinische Schüler in den Pausen die Zeit vertreiben:

 

 

Neuer SEWA-Projektfilm: "Elektrifizierung der Grundschule Noufoundou"

 

 

Eine Spende des Mörike Gymnasiums Esslingen machte es möglich, in der Grundschule Noufoundou im Norden Burkina Fasos eine Solaranlage zu installieren. Die Schüler aus Esslingen halfen dadurch, die Lernmöglichkeiten der Schüler in Noufoundou deutlich zu verbessern. Wie immer wurde auch diese Projekt von uns mit einem Projektfilm dokumentiert. Viel Spaß beim Anschauen!

                                                                                                                                                                                   Wir haben auch einen schriftlichen Bericht mit Photos über das Projekt "Licht für Noufoundou" erstellt. Die PDF-Datei gibt es hier zum Download (0,5 MB).                    

 

Längste SEWA-Mission aller Zeiten erfolgreich abgeschlossen!

Geplant hatten wir die Reise eigentlich schon für Januar. Wir hatten uns schon den Kopf zerbrochen um einen genauen Reiseplan zu erstellen, wir hatten unseren Besuch schon bei den Schulen angekündigt, die Paneele, Halterungen, Kabel, Lampen und Batteriekästen standen schon bereit - kurz: Wir saßen schon fast im Auto, als sich dann herausstellte, dass es in ganz Ouaga keine Solarbatterien mehr zu kaufen gab. Ohne Solarbatterien keine Elektrifizierungen und so mussten wir unsere Reise absagen.

Nun hat es aber endlich geklappt. Vom 13. bis 21. März 2009 waren wir auf Elektrifizierungsreise. Neun Tage - das war die längste SEWA-Missionsreise aller Zeiten! Aber es gab auch entsprechend viel zu tun: In fünf Schulen haben wir Solaranlagen installiert und nebenbei noch zwei bereits elektrifizierte Schulen nachbesucht, sowie eine Schule und zwei Krankenstationen vorbesucht. So war das Technikerteam der Firma MicroSow mit den Installationen voll ausgelastet und auch das SEWA-Team bestehend aus unserem burkinischen Mitarbeiter Yéral und den beiden Freiwilligen Jan und Nils war mit den Sensibilisierungstreffen mit den Elternvertretern und Lehrern in den zu elektrifizierenden Schulen und den Besuchen der anderen Projekte gut beschäftigt.

Die jetzt elektrifizierten Schulen haben sich teilweise schon 2006 um die Aufnahme in das SEWA-Schulenprogramm beworben. Nachdem sie dann im letzten Jahr vorbesucht wurden und mit den Verantwortlichen eine Vereinbarung über die Sicherheit, die Wartung und die Nutzung der Solaranlage getroffen wurde, stand einer Elektrifizierung nichts mehr im Weg. Diese wurde nun durch das Engagement unserer Projektpartner aus Deutschland ermöglicht: Die Firma Energy4u hat für die Elektrifizierung der Grundschule Pougouzaibaogo B gespendet, die Schüler des Mörike Gymnasiums Esslingen haben mit dem Erlös ihrer Projekttage die Finanzierung für eine Solaranlage in der Grundschule Noufoundou gesichert, von der Firma Centrosolar kam eine Sachspende von drei Photovoltaikpaneelen samt Kabeln und Laderegler und schließlich konnten einige Projekte auch durch eine Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des Weltwärtsprogrammes finanziert werden.

Zurück in Ouaga gibt es nun für uns im Büro einiges zun tun: Viele Quittungen müssen zusammen- und abgerechnet werden, die Notizen und die 850 Fotos, die wärend der Reise entstanden sind, müssen sortiert und in Berichte umgewandelt werden und aus zweieinhalb Stunden Filmaufnahmen müssen die Projektfilme zusammengeschnitten werden. Die Früchte dieser Arbeit werden wir dann bald hier vorstellen - bis dahin schon mal ein paar erste Impressionen in Bildern:

 

 

Projektreferenz: 

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